Als Konzertfotograf und Eventfotograf war es mir eine Freude, den Auftritt der Band auf dem Musikfestival Bochum Total 2026 inmitten des lebhaften und energiegeladenen Publikums mit meiner Kamera einzufangen.
TULPE ist eine deutsche Rockband aus Berlin, die modernen Deutschrock mit Pop, Punk und großen, hymnischen Refrains verbindet. Die Band wurde 2019 gegründet und wird von Sänger und Frontmann Joachim Foerster geprägt. Musikalisch setzt TULPE auf druckvolle Gitarren, eingängige Melodien und eine energiegeladene Bühnenshow, bei der Mitsingen, Tanzen und kontrolliertes Chaos ausdrücklich dazugehören.
TULPE beschreibt sich selbst gerne als Band für Menschen, die trotz Selbstzweifeln, gesellschaftlichem Druck und persönlichem Chaos nicht aufgeben. Der Song „König von Trotzdem“ wurde dabei zu einer Art Leitmotiv: Es geht um Menschen, die vielleicht nicht perfekt in gesellschaftliche Erwartungen passen, sich aber trotzdem nicht kleinmachen lassen. Dieser Gedanke zieht sich durch viele Lieder der Band – mal emotional und ernst, mal provokant und mit sehr viel Selbstironie.
Zu den bekannteren Songs von TULPE gehören „Enfant Sensible“, „König von Trotzdem“, „Endorphin überdosiert“, „Dieses Erbe“, „Gold“, „WM in Nordkorea“ und „Sprengt den Wal!“. Die Texte behandeln unter anderem Liebe, Verletzlichkeit, Anpassungsdruck, deutsche Geschichte und aktuelle gesellschaftliche Diskussionen. Dabei versucht die Band nicht, möglichst neutral zu bleiben: TULPE arbeitet bewusst mit Übertreibung, schwarzem Humor und Reibung.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Band mit „Enfant Sensible“, das sich über soziale Medien verbreitete. Der Titel passt gut zum Selbstbild der Gruppe: TULPE macht Rockmusik für Menschen, die empfindsam, unangepasst oder manchmal überfordert sind, sich deshalb aber nicht verstecken wollen. Konzertveranstalter beschreiben die Band entsprechend als Mischung aus Menschlichkeit, Chaos, Selbstbehauptung und dem Willen, sich mit voller Kraft ins Leben zu stürzen.
Einen wichtigen Schritt machte TULPE mit Auftritten bei Rock am Ring und Rock im Park. Dort erreichte die Berliner Band ein größeres Festivalpublikum und machte mit ihrer auffälligen, körperlichen und interaktiven Show auf sich aufmerksam. Ihre Auftritte leben nicht allein von den Liedern: Frontmann Joachim Foerster sucht den direkten Kontakt zum Publikum, inszeniert Rockmusik bewusst theatralisch und kombiniert große Gesten mit Humor und Selbstironie.
Frontmann Joachim Foerster ist nicht nur Musiker, sondern auch Schauspieler, Produzent und Songwriter. Er war unter anderem in der Fernsehserie „Das Boot“ zu sehen und schrieb Songs für andere Künstler. Diese Verbindung aus Schauspiel, Songwriting und Rockmusik erklärt teilweise, warum TULPE-Konzerte häufig stärker inszeniert wirken als gewöhnliche Bandauftritte.
2026 sorgte TULPE mit dem satirischen Song „Sprengt den Wal!“ bundesweit für Diskussionen. Das Lied bezog sich auf den medialen Hype um einen gestrandeten Buckelwal und überzeichnete die Berichterstattung bewusst drastisch. Während ein Teil des Publikums den schwarzen Humor verstand, kritisierten andere den Song als geschmacklos. Das dazugehörige Video erreichte innerhalb kurzer Zeit mehrere Millionen Aufrufe. Die Band erklärte, dass sie regelmäßig aktuelle Nachrichten, gesellschaftliche Debatten und Internetphänomene in Musik übersetze.
Bei Bochum Total 2026 spielte TULPE am letzten Festivaltag auf der Radio-BOB!-Rockstage. Die Band stand am Sonntag von 19:30 bis 20:15 Uhr auf der Bühne – unmittelbar vor ZSK, die anschließend den Abschluss des Festivals übernahmen. Die Veranstalter bezeichneten den Auftritt passend als „Rock mit Vision“ und berichteten anschließend von großem Andrang vor der Bühne.
Galerie Festivalfotografie
Konzertfotograf oder Festivalfotograf in NRW gesucht?
Du suchst einen erfahrenen Konzertfotografen oder Festivalfotografen in NRW – z. B. im Ruhrgebiet, Rheinland, Bochum, Dortmund, Essen oder Duisburg? Dann bist Du hier genau richtig! Als leidenschaftlicher Konzertfotograf halte ich Dein Konzert oder Festival professionell und kreativ in starken Bildern fest.
